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Gemüseanbau dank Tiefengeothermie: Bayerntomaten und FG.de Forever Green demonstrieren die Zukunft nachhaltiger Energieversorgung

Pressemitteilung vom 15. Mai 2014

Fast die Hälfte des Energiebedarfs in Deutschland wird zur Erzeugung von Wärme verbraucht und nur ein Fünftel für elektrischen Strom. FG.de Gesellschafter Wolfgang Hageleit sieht aus diesem Grund die Geothermie als vernachlässigten Faktor zur Gestaltung der allseits gewünschten und dringend notwendigen Energiewende.

Mit den geothermisch beheizten Gewächshäusern in Kirchweidach demonstriert die Regensburger Unternehmensgruppe nun auf beeindruckende Weise ihr Erfolgsmodell für regionale Energiegewinnung. Von der Konzeption anspruchsvoller Kraftwerksbauten im Geothermiebereich bis hin zur Finanzierung mit ihrem Unternehmen GEOKRAFTWERKE.de deckt die Gruppe die gesamte Bandbreite ab, um Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien erfolgreich zu realisieren.

 

Dass man mit der erzeugten Energie des Geothermiekraftwerks Kirchweidach künftig nicht nur die angrenzende Gemeinde mit Fernwärme versorgte und für 30 Gemeinden Strom erzeugen wird, zeigt das Vorzeigeprojekt der FG.de Forever Green auf vorbildliche Weise.

 

Täglich verlässt ein Lastzug frisch geernteter roter, gelber, oranger und grüner Paprikas das Firmengelände des Gartenbauunternehmers Josef Steiner, der auf rund 120.000 Quadratmetern derzeit wöchentlich 10 Tonnen mit der Hilfe von Erdwärme angebaute Paprikas produziert. Auf 80 km Länge erstrecken sich in den Gewächshäusern nun die Pflanzenreihen, die derzeit mit 130.000 Paprika- und 150.000 Tomatenpflanzen bestückt sind.

 

Durch die Nutzung der Erdwärme gelingt es, jährlich ca. 4,2 Millionen Liter Heizöl, entsprechend dem Verbrauch von 2.000 Einfamilienhäusern, einzusparen – und das sogar vollkommen CO2-frei! In konventionellem Anbau würden hier rund 8,4 Millionen Kilogramm CO2 ausgestoßen, die dank des intelligenten Energiemanagements der Chiemgauer Gewächshäuser nun erst gar nicht entstehen. – Ein bundesweit einmaliges, rundum erfolgreiches Vorzeigeprojekt, das zudem 100 neue Arbeitsplätze geschaffen hat.

 

Die öffentliche Debatte zur Energiewende dreht sich aus Sicht des Energieexperten Wolfgang Hageleit immer noch viel zu einseitig um das EEG, steigende Strompreise und Strom aus Erneuerbaren Energien, obwohl die Heizkosten in den letzten Jahren wesentlich stärker angestiegen sind und die Umweltbelastung durch die Wärmeerzeugung insgesamt deutlich höher ist. Mehrere Studien, u.a. vom Umweltbundesamt, dem Büro für Technikfolgenabschätzung des deutschen Bundestages (TAB) oder dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendungen der Universität Stuttgart, kommen alle zu dem Ergebnis, dass die theoretischen Möglichkeiten einer Wärmebereitstellung aus hydrothermalen Energievorkommen in Deutschland die Nachfrage deutlich übersteigen würden der Wärmebedarf hierzulande also durch die Geothermie größtenteils gedeckt werden könnte.

Da jeder noch so lange Weg mit einem ersten Schritt begonnen werden muss, ist dieses derzeitig einmalige Projekt sicherlich richtungsweisend für zukünftige Generationen.

 

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